Wähle den Bezirk aus, in dem Du aktiv werden möchtest!

Es besteht auch die Möglichkeit, einen neuen Bezirk zu gründen. Wähle bitte dennoch den entsprechenden übergeordneten Bezirk (Land, Bundesland, Stadt etc.) aus!

Gesuchter Bezirk ist nicht dabei

Deine Stadt oder Region ist nicht dabei?

Speichern

 
  • Don’t let good food go bad - Aktionsplan gegen Lebensmittelverschwendung

Don’t let good food go bad - Aktionsplan gegen Lebensmittelverschwendung

Aktionsplan mit Deutscher Umwelthilfe

veröffentlicht zum 6. foodsharing-Geburtstag am 12.12.2018

zum Download

"Im Rahmen der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen verpflichtete sich Deutschland dazu, die Lebensmittelabfälle im Einzelhandel und in privaten Haushalten bis 2030 um 50 % zu reduzieren 2 . Doch die deutsche Bundesregierung lässt bisher keine ernsthaften Bemühungen erkennen, dieses Ziel zu erreichen. Das im November 2018 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und dem Bundesumweltministerium veröffentlichte Eckpunktepapier setzt auf freiwillige Zielvereinbarungen mit den Unternehmen und verzögert so notwendige Entscheidungen. Um Deutschland vor einem erneuten Wortbruch – wie bei den Klimaschutzzielen für 2020 – zu bewahren, zeigen foodsharing und Deutsche Umwelthilfe mit einem Aktionsplan die Maßnahmen auf, ohne die das Halbierungsziel nicht erreicht werden kann."

Forderungen & Vorsätze aus 2017:

--- Download der ausführlichen Forderungen und des Flyers ---

Lebensmittelverschwendung ist ein Skandal mit gravierenden lokalen und globalen Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Menschen. Deswegen beschloss die UN in ihren nachhaltigen Entwicklungszielen, sie bis 2030 zu halbieren (Sustainable Development Goal 12.3). Damit wir dieses Ziel erreichen, muss viel passieren. Die Bundesregierung aus Union und SPD - aber insbesondere das CSU-geführte Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) - haben die letzten Jahre verschlafen. Um glaubwürdig und wirksam das Problem zu lösen, richtet foodsharing zu seinem fünfjährigen Bestehen gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe fünf Kernforderungen an die nächste Koalition.

Anpacken statt Abwarten: Du musst nicht auf die Bundesregierung warten! Verschenke gemeinsam mit foodsharing und Deutscher Umwelthilfe fünf gute Vorsätze für das kommende Jahr und setze sie selbst um! Für einen respektvollen Umgang mit Lebensmitteln!

1. Wir fordern eine nationale Strategie der Bundesregierung, um die Lebensmittelverschwendung vom Acker bis zum Teller wirksam bis 2030 zu halbieren. Alle relevanten Akteure müssen bei der Entwicklung und Umsetzung eingebunden werden.

  • Klasse statt Masse: Mit meiner persönlichen Strategie werde ich meine nächsten Einkäufe planen. Dank eines Einkaufszettels kaufe ich nur, was ich brauche und das möglichst regional, saisonal und biologisch sowie unverpackt oder in Mehrweg-Verpackungen.


2. Wir fordern eine klare Definition sowie eine Erfassungs- und Dokumentationspflicht von Lebensmittelverlusten, bei der alle Wegwürfe in Landwirtschaft, Industrie und Handel erhoben werden. Für Forschung und zum Monitoring müssen die Daten transparent zur Verfügung stehen.

  • Ich werde für zwei Wochen ein Wegwerftagebuch führen (z.B. respect-food.eu). Darin dokumentiere ich, wie viele Lebensmittel bei mir tatsächlich im Müll landen. Tierprodukte werde ich dabei besonders berücksichtigen, da deren Herstellung viele Ressourcen verbraucht, häufig auf Massentierhaltung basiert und negative Auswirkungen auf Klima und Umwelt hat.

3. Wegwerfen darf sich nicht mehr lohnen! Wir fordern die Bundesregierung auf, branchenspezifische und verbindliche Zielmarken zur schrittweisen Reduzierung des Lebensmittelabfalls in der gesamten Wertschöpfungskette festzulegen. Um diese im Einzelhandel erreichen zu können, fordern wir schon jetzt einen Wegwerfstopp: Die Regierung muss Supermärkte gesetzlich verpflichten, genießbare, aber unverkaufte Ware zuerst an soziale Organisationen zu spenden, bevor sie entsorgt werden.

  • Anpacken statt Abwarten: Mein Ziel ist es, schon im nächsten Jahr nur noch halb so viel Essen wegzuwerfen wie bisher! Auf meiner Biotonne wird stehen: „Was kostete dieser Abfall mich und die Umwelt? Wie kann ich diesen Abfall nächstes Mal vermeiden?"

4. Wir fordern Rechtssicherheit und Klarstellungen für alle Tätigkeiten der Lebensmittelretter*innen und Foodsharer*innen. foodsharing und unsere Fair-Teiler dürfen von Ämtern und Behörden nicht wie ein gewerbliches Lebensmittelunternehmen behandelt werden!

  • Bevor ich das nächste Mal Essen entsorge, schaue ich auf foodsharing.de, ob ich es online verschenken kann. Oder ich klingel einfach in der Nachbarschaft. Darüber hinaus engagiere ich mich als Foodsaver*in aktiv gegen die Lebensmittelverschwendung und hole überzählige, aber noch genießbare Produkte bei Geschäften ab.

5. Schluss mit der Symbolpolitik: Die Bundesregierung muss sich dafür einsetzen, dass Mindesthaltbarkeits- (MHD) und Verbrauchsdatum für Verbraucher*innen klar verständlich sind. Dafür sind Änderungen der Daten sowie wirksame Informationen der Verbraucher*innen notwendig.

  • Teller statt Tonne: Bei meinen nächsten Einkäufen suche ich verstärkt Sonderangebote, bei denen das MHD fast überschritten ist. Ich verlasse mich auf meine Sinne: Erst anschauen und riechen, dann probieren – und genießen!

Achtung: Nach Überschreibten des MHD kann ein Lebensmittel problemlos verzehrt werden, solange es noch einwandfrei ist; nach Ablauf des Verbrauchsdatums („zu verbrauchen bis“) ist der Verkauf eines Produktes nicht mehr zulässig und es kann gesundheitsgefährdend sein.

in Kooperation mit

 

...