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Wie es mit dem Meldesystem weitergeht

Dienstag, 29. Sep. 2020, 11:21 Uhr von Nathalie Szycher

Liebe foodsharing Community,

ganz vorne weg: Wir müssen uns bei vielen von euch entschuldigen! Das Entscheiden und Kommunizieren über das Ruhen des Meldesystems war nicht die feine Art. Es schien so viele Baustellen zu geben, dass wir nicht wussten mit welcher wir anfangen sollten.


Nun sind 3 Monate vergangen und es ist ein ganz schön großer Prozess ins Laufen gekommen. Gleichzeitig sind die Gemüter zum Ende des Sommers hoffentlich weniger erhitzt und wir alle haben gelernt einen Schritt aufeinander zuzugehen. Spoiler: Wir sind noch nicht fertig. Hier also ein Bericht und Ausblick.

Wie geht es ab dem 01. Oktober mit dem Meldesystem weiter?
Dies ist eine Zwischeneinigung, die wir mit den bisher involvierten Personen (u. a. einer Subgruppe des Vorstandes bestehend aus Nathalie, Kristijan, Frank, Stefan und Elena) erzielt haben.

  • Wir etablieren eine klare Trennung zwischen Meldungsbearbeitung und Mediation. Wir wollen die Mediation stärken und rufen daher die überregionale AG "Mediation"* ins Leben. Wenn ihr es also selber nicht schafft ins Gespräch zu kommen, kein lokales Mediationsteam habt, Unterstützung sucht bei euren Konflikten und offen und bereit für ehrliche Kommunikation seid, dann sucht euch Hilfe unter mediation@foodsharing.network. Die Arbeit mit dem Mediationsteam beruht auf Freiwilligkeit. Das Mediationsteam hat keine Entscheidungsgewalt und beurteilt nicht nach "recht" oder "unrecht".
  • Meldungen sollen lokal im Bezirk bearbeitet werden. Sofern nicht geschehen, richtet bitte eine AG "Lokale Meldegruppe [Bezirksname]" ein und achtet auf die richtige Bennenung!
  • Der Kontaktweg zur Lokalen Meldegruppe bleibt erstmal per Mail. Fixiert in euren Bezirksforen doch einen Post, in dem ihr euren Umgang mit Meldungen im Bezirk beschreibt und die E-Mail Adresse verlinkt. Ein alternativer Weg ist über die "Arbeitsgruppen" eures Bezirks. Hier sind Beispiele.
  • Die Änderungen der Zwischeneinigung (siehe unten) werden im Wiki aktualisiert.

Ein guter Umgang mit Konflikten und Meldungen ist Teil eines Gruppenprozesses, daher sollen sie dort bearbeitet werden, wo sie passieren. Gleichzeitig sind noch viele Fragen offen und wir haben uns zum Teil gewünscht, wir hätten in den letzten 3 Monaten mehr geschafft. Dafür haben wir nun aber eine deutlich bessere Ausgangslage für weitere Diskussionen. Eine genauere Ausführung der Zwischeneinigung ist hier zu finden

Was sind noch offene Fragen zum Meldesystem, wie werden diese beantwortet und wo kann ich mich einbringen?

  • Wo passiert die weitergehende Arbeit und wie kann ich mitmachen? Wir haben Zuständigkeiten geklärt: Die bisherige AG "Verhaltensregeln" wird umbenannt zu AG "Verhaltensregeln und Meldesystem". Die AG "Wupp-AG: Meldungsbearbeitung" (siehe Aufruf vom 10. September wird in die AG "Verhaltensregeln und Meldesystem" integriert. Für Mitarbeit bitte dort bewerben. Für diese AG konnten wir eine professionelle Prozessbegleitung gewinnen, die vorraussichtlich Anfang Oktober ihre Arbeit aufnehmen wird.
  • Wann und wie ist überregionale Meldebearbeitung sinnvoll? In der Wupp-AG wurde hierzu schon viel diskutiert und es gibt sehr verschiedene Meinungen dazu, ob es eine überregionale Meldebearbeitung geben sollte. Einerseits soll den Bezirken möglichst viel Handlungs- und Entscheidungsfreiheit gelassen werden, aber andererseits sollen sie auch nicht allein gelassen werden, wenn wirklich mal alles im Argen ist (und z.B. Einzelne den gesamten Bezirk tyrannisieren).
  • Wer darf rote Karten aussprechen? Hier stellt sich wieder die Frage nach der Balance zwischen der Eigenständigkeit der Bezirke und dem Schutz vor Willkür. Außerdem gibt es interessante Verstrickungen, die über einen einzelnen Bezirk hinausgehen: Jemand, der z.B. in mehreren Bezirken oder in überregionalen AGs aktiv ist, würde durch eine rote Karte aus allen diesem Zusammenhängen fliegen. Sollte ein einzelner Bezirk die Macht haben soetwas zu tun?
  • Wie sind die Kontaktwege, wie soll die technische Umsetzung sein? Dies bezieht sich darauf, wie Meldungen innerhalb der foodsharing Plattform technisch zugestellt und bearbeitet werden. Braucht es den Meldebutton im Profil? Können wir so klar definieren, welche Meldung von wem bearbeitet werden soll, dass wir automatisch an die richtigen Stellen ausliefern können, ohne dass schwierige Fälle im Nirwana landen oder doch aus Versehen bei Befangenen oder Betroffenen?
  • Ist das Meldesystem an sich schon ein Problem und sollte in der Form abgeschafft werden? Durch was könnte es ersetzt werden? Das macht natürlich die ganz großen Fragen auf und impliziert ein Tabula Rasa, das etwas völlig Neues ermöglichen würde. Was genau das wäre ist zu diesem Zeitpunkt völlig unklar, aber es gibt Stimmen, die sagen, dass schon die Existenz eines Systems, das quasi auf Anklagen und Strafen beruht, es erschwert bis unmöglich macht, eine echte, kooperative, gesprächsbasierte Konfliktkultur zu etablieren. Vielleicht ist jetzt mal wieder die Zeit für große Visionierungsprozesse..?
  • Wer entscheidet über das Meldesystem? siehe unten zu Entscheidungsfindung


Wie sind die Briefings der bisherigen AG "Verhaltensregeln" einzuordnen?

Sie zeigen auf, was bisher in der AG "Verhaltensregeln" (bis Juli 2019) erarbeitet wurde und warum Selbstständigkeit der Bezirke wichtig ist. Sie bieten Ideen für eine demokratische Gestaltung und sollen Diskussionsgrundlage für weitere Prozesse sein. Was in den Briefings nicht berücksichtigt wird ist die Arbeit der Bundesland Meldung & Mediations-Teams und der AG "Vernetzung BL-Mediation & Meldungsbearbeitung". Diese Ideen fließen in die Weiter- oder Umgestaltung des Meldesystems ein, wie sie in der AG "Verhaltensregeln und Meldesystem" nun weiterhin stattfinden.

Die AG "Verhaltensregeln und Meldesystem" wird auch in Zukunft Schulungen anbieten, um LMGs bei der Anwendung des Meldesystems zu unterstützen und unklare Punkte zu erläutern.


Was ist außerhalb vom Meldesystem passiert und von welchem Prozess ist oben die Rede?

Das Thema Entscheidungsfindung ist in foodsharing gerade wieder sehr aktuell. Dies ist nicht nur im überregionalen Bereich, sondern auch für Bezirke relevant. Deswegen gibt es viele Diskussionen darüber in der *AG "Wahlen"* und den Wunsch, in foodsharing ein eigenes Abstimmungstool zu integrieren, wovon ihr in Zukunft mehr hören werdet. Wir merken, dass wir viel mehr in unseren Strukturen umbauen müssen, um Prozesse zu finden bei denen sich alle mitgenommen fühlen. Und das gehen wir nun an!

Das ist besonders für überregionale Arbeitsgruppen wichtig. Das ganze Drumherum bei foodsharing wird in den Arbeitsgruppen getragen, das ist unser Rückgrat. Die Diskussionen haben den Ball ins Rollen gebracht, dass sich Arbeitsgruppen besser koordinieren und vernetzen müssen und auch der Vorstand seine Rolle in der Organisationsstruktur der foodsharing Bewegung wieder findet.

Wir hoffen, dass wir mit dem längeren Post mehr Klarheit und Transparenz schaffen als Verwirrung. Lasst uns zusammen das Positive in die Welt tragen!

Herzliche Grüße,

Nathalie und Janina