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„Wegwerfstopp für Supermärkte“ wieder im Gespräch (Pressemitteilung 31.3.17)

Freitag, 31. März 2017, 09:08 Uhr von Manuel Wiemann

Pressemitteilung

31. März 2017

Kampagne „Leere Tonne – Wegwerfstopp für Supermärkte“

* „Wegwerfstopp für Supermärkte“ wieder im Gespräch

* Bundesrat setzt Regierung unter Druck

Der Bundesrat forderte heute die Regierung auf, aktiv gegen Lebensmittelverschwendung vorzugehen und ein schlüssiges Gesamtkonzept dafür vorzulegen. Auch die Kampagne Leere Tonne fokussiert dieses Ziel und sammelte in Deutschland weit über 50.000 Unterschriften für einen Wegwerfstopp nach französischem Vorbild, europaweit unterschrieben 825.000 eine ähnliche Petition. „Der Antrag von Minister Remmel ist ein wichtiger und längst überfälliger Vorstoß! Den Bundesratsbeschluss sehen wir als eine Ohrfeige für die Regierung, die in den letzten Jahren viel zu wenig erreicht hat: Nach wie vor landet ein Drittel der Lebensmittel im Müll.“ sagte Manuel Wiemann vom Kampagnenteam und dem foodsharing e.V. “Die Bundesregierung hat sich schon zu lange einseitig auf die Verbraucherinnen und Verbraucher konzentriert und den Handel außen vor gelassen.” Er kündigte an, dass die Kampagne Leere Tonne mit weiteren Aktionen den Druck auf die Bundesregierung aufrecht erhalten wolle.

Das Thema ist nicht neu: 2012 setzte sich der Bundestag das ambitionierte Ziel, bis 2020 die Verschwendung zu halbieren. Inzwischen korrigierte der Bundesagrarminister das Zieljahr auf 2030. Dafür wurde die Kampagne „Zu gut für die Tonne“ ins Leben gerufen, die sich vorrangig an Privathaushalte richtet. „Wir schätzen das Engagement von Ernährungsminister Schmidt, die Verschwendung durch Verbraucher zu reduzieren. Diese sind jedoch nur für 39% der Lebensmittelverschwendung verantwortlich. Dadurch ignoriert Schmidt einen Großteil der Wertschöpfungskette und verschont beispielsweise den Handel!“ kritisiert der Filmemacher Valentin Thurn und beruft sich dabei auf eine Studie des WWF: Demnach lässt sich die Verschwendung im Handel um fast 90% reduzieren.

Bisher setzt die Regierung auf Freiwilligkeit und lehnt es ab, den Handel zur Weitergabe von aussortierten, aber noch verzehrfähigen Lebensmitteln zu verpflichten. Durch den Beschluss im Bundesrat kommt Bewegung in die Debatte: Dort wird eine gesetzliche Initiative zur Verringerung der Lebensmittelverluste gefordert – inklusive verbindlicher Reduktionsziele. Manuel Wiemann erklärt, dass es nicht reiche, auf Freiwilligkeit zu setzen: „Supermärkte teilweise mehr Geld, Lebensmittel weiter zu geben statt zu entsorgen. Deswegen brauchen wir ein Gesetz, wie es Frankreich, Italien und Finnland bereits vorgemacht haben!“ Auch 87% der Wahlberechtigten unterstützen einen Wegwerfstopp für Supermärkte laut einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap.

Der Handel hat eine Scharnierfunktion.“ fügt Jutta Sundermann von Aktion Agrar hinzu. Neben den Lebensmitteln, die dort entsorgt werden, übe er massiven Druck auf Bauern aus, große Mengen gleichförmiger Waren zu extrem niedrigen Preisen zu liefern. „Dadurch bleiben viele wertvolle Lebensmittel auf dem Acker. Das kann nicht die Basis für die Wertschätzung von Lebensmitteln und der Arbeit auf den Bauernhöfen sein, die wir für eine Agrarwende benötigen.”

Für Rückfragen und Quellen:

info@foodsharing.de

Die Kampagne „Leere Tonne“ wird von foodsharing, Aktion Agrar, Slow Food Youth und BUNDjugend getragen. Weitere Informationen sowie Bildmaterial finden Sie unter leeretonne.de

Die Pressemitteilung des Umweltministeriums NRW zum heutigen Beschluss steht unter: www.umwelt.nrw.de/presse/" target="_blank">http://www.umwelt.nrw.de/presse/ 

 

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